Vielleicht der grösste gesellschaftliche Dienst, der dem Land und der Menschheit erwiesen werden kann, ist Kinder aufzuziehen. (Georg B. Shaw)
Nichts ist mehr wie früher…
Nach der Zeit der antiautoritären Erziehung sind sich heute die meisten einig, dass Kinder Vorbilder, Regeln und Grenzen brauchen, um ihren Platz in der Familie, in der Schule und im späteren Leben zu finden.
Kinder fordern ihre Umgebung tagtäglich heraus, ertasten die Grenzen ihrer Erzieher und ihrer Umwelt. Der soziale und wirtschaftliche Wandel trägt auch zu Unsicherheiten im Umgang mit der Erziehung bei.
Alarmierende Anzeichen…
Die Zahl der Kinder, die mit körperlichen und seelischen Störungen reagieren ist stark gestiegen. Nicht alle Schwierigkeiten sind vererbt, angeboren oder durch einen Unfall oder ein Trauma bedingt, sondern haben auch mit der Erziehung im Alltag zu tun.
Auswirkungen auf das Lernen und Leben…
Viele Eltern geben die Überforderung zu, wollen aber auch nicht auf gewaltsame Methoden zurückgreifen unter denen sie als Kind gelitten haben und reagieren oft hilflos.
Andere delegieren die Erziehung ganz an die Schule. Jedes verhaltensauffällige Kind stört aber sich selbst und eine ganze Klasse bei wichtigen Lernprozessen. Viel kostbare Zeit und Kraft geht verloren, die Leistungen nehmen ab, die Stimmung zu Hause wird schlecht und Kind und Erwachsene stecken mitten im zerstörerischen Teufelskreis.
Wege aus der Sackgasse…
Verantwortungsbewusste Eltern können auch einen wichtigen Beitrag leisten, denn heute gibt es Wege hin zu einem wirksamen Erziehen in einer positiven Beziehung zum Kind.
Eltern können wirksames Erziehen lernen…
Tausende von Eltern weltweit haben erlebt, dass man für das Lösen der verantwortungsvollen Erziehungsaufgabe mehr Sicherheit und die richtigen Methoden braucht und diese auch in kurzer Zeit lernen kann. (z.B. Triple P: in 4 Kursteilen zu zwei Stunden plus Telefonberatung)
Triple P (PPP)
„Positive Parenting Programm“, auf Deutsch: Positives Erziehungsprogramm.
Kinder zu fördern ist das Ziel von Triple P. Das bewährte Erziehungskonzept unterstützt Eltern bei der Kindererziehung und baut auf die Stärken der Familie auf. Meistens sind nur wenige Veränderungen im Familienalltag erforderlich.
Das wichtigste über Triple P Kurse:
An wen richtet sich der Kurs?
Das Programm richtet sich an Mütter und Väter von 2-12jährigen Kindern und/oder von 11-16jährigen Jugendlichen.
Empfehlung der Schulen…
Viele Schulen empfehlen den Eltern die Triple P Kurse, weil eine wirksam gestaltete Erziehung in den Familien auch eine notwendige Basis ist für die funktionierende Schulgemeinschaft und das gesamte individuelle Lernen der Kinder. „Eltern mit Wirkung“ tragen wesentlich zum Schulerfolg ihrer Kinder bei.
Mehr Informationen:
In der Schweiz werden die PPP – Kurse durch das Institut für Familienforschung und –beratung der Universität Fribourg begleitet und ausgewertet. Die Auswertungen haben gezeigt, dass es sich um Kurse handelt, die tatsächlich das Verhalten nachhaltig verändern.
Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf. (afrikanisches Sprichwort)
Ursula Steinmann, Schulleiterin