Am vergangenen Freitagabend wurde beim Schulhaus Schützeweg 1 der Gehölzlehrpfad mit einer kurzen Feier eröffnet. Thomas Hübscher konnte 16 Personen begrüssen, mehrheitlich Lehrkräfte. Die Idee für diesen Lehrpfad mit einheimischen Gehölzen kam von Beat Oberholzer und wurde von etlichen Lehrkräften aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Dieser Pfad passt sehr gut zum Projekt "Naturnahe Schule". Den Initianten ging es insbesondere darum, dass die Schüler, aber auch andere Interessierte, Gelegenheit haben, sich mit einheimischen Pflanzen auseinander zu setzen und diese kennen zu lernen. Es gibt zu denken, wenn man weiss, dass die Leute durchschnittlich nur gerade 7 einheimische Wildgehölze kennen.
50 einheimische Gehölze
Ebbo Neumann, als versierter Fachmann, hat einige der Gehölze kurz vorgestellt. Er hat von einigen Blätter und Früchte mitgebracht. So war es für Laien nicht möglich, die Blätter des Vogelbeerbaumes von denen des sehr seltenen Speierlings zu unterscheiden. Wer weiss schon, dass man die Zacken an den Blatträndern zählen muss, und wenn ja, welche Art wie viele Zacken hat? Auch Blätter von Haselnusssträuchern und Kirschen etc. sind nicht immer ganz einfach zu unterscheiden. Sodann gilt es bei der Unterscheidung von Rottannen und Eiben gut aufzupassen, da die fast gleich aussehenden Eiben sehr giftig sind. Die 50 rund ums Schulhaus gepflanzten bzw. noch zu pflanzenden Bäume und Sträucher sind in unsern Wäldern zu finden. Da immerhin 40 % der Fläche unseres Kantons bewaldet sind, lohnt es sich, die einheimischen Gehölze zu kennen. Die 50 Gehölze sind auf einer in der Nähe des Eingangs angebrachten Tafel aufgelistet. Interessenten können sich mit Plan und Liste eindecken und so die Gehölze rund um die Schulhäuser suchen. Wer sich eingehender damit beschäftigen will, kann bei der Schulleitung eine Dokumentation über alle Pflanzen holen. Diese Dienstleistung steht allen Interessierten offen.
Wachholder - Nr. 45
Höhepunkt der kleinen Feier war die Pflanzung eines Wachholders, welche Ebbo Neumann mit einigen Gehilfen fachgerecht ausführte. Auch das Eisen als Nummernträger (in der Schule angefertigt) wurde in den Boden gerammt und die Nummer 45 aufgenietet. Zum Abschluss gab es noch für alle Beteiligten einen Apéro.
Markus Schwyn