Naturnahe Schule

Projekttage der Primarschule Beringen

Vom 18. - 20. Mai 2009 haben sich die Primarschüler und die Kindergärtler intensiv mit der Natur auseinandergesetzt. Sie konnten aus über 20 Projekten diejenigen auslesen, die ihnen am meisten zusagten.

Natürlich wäre es am schönsten, wenn über alle Projekte ausführlich berichtet werden könnte. Da diese aber weit herum verstreut stattfanden, war es leider nicht möglich, alle zu besuchen. So werden einige Projekte herausgepickt.

Öffentlicher Verkehr

Zur Schonung der Natur ist es gut, wenn öffentliche Verkehrsmittel benützt werden. Unter Leitung von Sonja Meier haben am Montag und Dienstag 16 bzw. 15 Schülerinnen und Schüler eine Reise mit Bus und Bahn unternommen, die sie bis nach Romanshorn führte.

Hunde

Viele Kinder haben sich für das Thema "Hunde" interessiert. So wurden im ersten Teil Informationen über Familienhunde, aber auch solche, die eine besondere Aufgabe haben, wie Schlittenhunde, Blindenführhunde, Zollhunde, Polizeihunde, Hirtenhunde, usw. zusammengetragen. Das Interesse war sehr gross und alle freuten sich auf den praktischen Teil. Pünktlich um 10.30 Uhr traf man sich mit den Fachleuten, Armin Spörri und Enkelin, welche je einen Hund bei sich hatten, auf dem Robinsonspielplatz. Armin Spörri verstand es, auf eine leicht fassliche Art zu erklären, wie man einem Hund begegnen und mit ihm umgehen soll. Wichtig ist auch, dass die Hundebesitzer die nötigen Utensilien, von der Leine bis zum Kotsäcklein, bei sich haben. Kinder, die sonst nicht mit einem Hund zu tun haben, lernten den Umgang mit den Tieren und durften "ihren" Hund stolz spazieren führen.

Greifvögel

Urs Bollinger hat sein Schulzimmer an idealer Stelle, zuoberst im Gebäude. So liessen sich Theorie und Praxis bei der Beschreibung und Bestimmung der Greifvögel ideal verbinden. Im Schulzimmer waren die ausgestopften Vögel zu besichtigen und draussen zog von Zeit zu Zeit einer der schönen "Flieger" seine Runden.

Kunst mit natürlichen Materialien

Wer es vorzog, im Schulhaus zu bleiben, konnte bei zwei Gruppen mit verfolgen, wie aus natürlichen Materialien die schönsten Kunstwerke entstanden. Während bei Jeannine Colluto alle möglichen natürlichen Materialien, welche die Kinder gesammelt und mitgebracht hatten, verarbeitet wurden, war die Gruppe bei Monika Schärer auf das Flechten von Weidenkränzen spezialisiert. Natürlich wurden die Kränze auch noch kunstvoll verziert, und es wäre nicht einfach gewesen, den schönsten davon zu bestimmen. Die Kinder waren so begeistert, dass sie am liebsten noch länger geblieben wären.

Wasser

Wasser spielt in der Natur eine grosse Rolle, so auch bei diesen Projekttagen. Ums Schulhaus herum haben die Kinder unter Anleitung von Aurelia Ott verschiedene Experimente gemacht. Wer geschickt war, brachte eine Büroklammer oder einen Reissnagel zum Schwimmen. So konnte auch in Erfahrung gebracht werden, wie Wasser verdunstet und der Dampf wieder zu Wasser wird. Auch der Wasserdruck wurde demonstriert. Für das Papier schöpfen, welches die Kinder unter Anleitung von Stephanie Müller und Marco Deola übten, braucht es ebenfalls Wasser. Die Gruppe von Therese Berger untersuchte oberhalb des Schwimmbades unsern Dorfbach. Als Fachfrau war noch Frau Schlude vom Rheinaubund dabei. So lernten die Schülerinnen und Schüler mit Netz, Lupe und Teller umzugehen, um Krebslein und Kaulquappen etc. aus dem Wasser zu fischen und zu beobachten. Dabei wurde grosser Wert auf rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und den gefangenen Geschöpfen, die wieder ins Nass zurück befördert wurden, gelegt. Ganz intensiv mit Tieren aller Art haben sich die Schülerinnen und Schüler, die das Färberwiesli erkundeten, beschäftigt. Aus dem Wasser wurden Libellenlarven, Frösche, Kaulquappen usw. gefischt. Unter kundiger Anleitung der Lehrerinnen Vreni Schüpbach und Hanni Werner, verstärkt durch Fachfrau Susi Demmerle und Walter Werner wurden Tiere und Pflanzen mit Lupe und Mikroskop beobachtet. Dass es am Nachmittag noch leicht regnete, war für die Arbeit mit Mikroskop und Lupe etwas hinderlich, hat aber dem Eifer der Kinder keinen Abbruch getan. Frau Demmerle konnte viele interessante Details erzählen. Gleichzeitig erinnerte sie immer wieder daran, dass man sich in einem Naturschutzgebiet befinde, was bedeutete, dass die Tiere behutsam behandelt und wieder in die Freiheit entlassen wurden. Dass die Tiere unter sich aber grausam sind und keine Rücksicht nehmen, wird u.a. dadurch sichtbar, dass die Libellen zu den grössten Räubern gehören und es ohne weiteres fertig bringen, grössere Bestände der Froschnachkommenschaft zu vertilgen.

Aktivitäten im Wald

Der Wald bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Dies durften die Kindergärtler am Montag im Siblinger Wald erfahren, wo sie vom Förster viel Wissenswertes erfahren durften. Am Dienstag gab es einen Erlebnistag im Biberich.

Ein besonderes Erlebnis war die Natur Musik mit David Eysseric in der Nähe des Engi-Weiers. Die Kinder durften mit natürlichen Gegenständen, v.a. mit herumliegendem Holz, Musikinstrumente bauen, wobei natürlich Schlagzeuge im Vordergrund standen. Der im Wald versteckte Schatz wurde gefunden und die Schatzkiste geöffnet. Diese enthielt u.a. Kaugummi. Kaum waren die Kaugummis ausgeteilt, stimmte der Lehrer das selber komponierte Kaugummilied an und alle sangen begeistert mit.

Frau Hässig verstand es, mit den Kindern den Wald spielerisch mit allen Sinnen zu erleben. Mit dem Memory wurde das Gedächtnis gestärkt, das Tannzapfenwerfen, das Sachen ertasten und Geruch erkennen gehörten ebenso dazu wie der Irrgarten. Heidi Baur und Evi Trachsel begannen schon beim Hinaufgehen zum Randen mit den Kindern Sträucher und Bäume zu benennen und Blätter sowie Zweige etc. zu sammeln. Die gefundenen Pflanzenteile wurden bei den richtigen Namen hingelegt, und so lernten alle spielerisch die richtigen Namen.

"Hütten bauen im Wald mit Schnur und Sackmesser" lautete die Aufgabe, welche Eva Dreyer ihren Schützlingen auftrug. Sie machten sich mit Begeisterung ans Werk und zeigten stolz die von ihnen erbauten Behausungen.

Abfall - wir säubern gemeinsam unser Dorf

Am Mittwoch hatten alle Kindergärtler und Primarschüler die gleiche Aufgabe. Ausgerüstet mit je einem Plastiksack und Plastikhandschuhen verteilten sich die Gruppen im ganzen Siedlungsgebiet unseres Dorfes und sammelten das ein, was achtlos weggeworfen wurde. Einige Gruppen waren etwas enttäuscht, dass dort, wo sie suchten, nicht viele Abfälle herumlagen. Umso besser wurde gesucht und jeder Papierfetzen und jede weggeworfene Petflasche etc. wanderten in die Säcke. Die Kindergärtler füllten 2 Abfallsäcke, und letztlich gaben die gefüllten Säcke doch einen recht grossen Haufen, welcher in der Arena zwischen Oberstufenschulhaus und Turnhallen aufgeschichtet wurde. Auch eine verrostete Schaufel landete auf dem Haufen. So kann an dieser Stelle gleich ein zweifaches Lob ausgesprochen werden: Den Schülerinnen und Schülern für die Säuberungsaktion im Dorf und denjenigen, die keinen Abfall achtlos weggeworfen und dazu beigetragen haben, dass der Haufen nicht zu gross wurde.

Gemeinsamer Abschluss

Nachdem der Abfallhaufen besichtigt war, durfte die Schülerschar mit der Lehrerschaft den Weg unter die Füsse nehmen, um beim Randenturm am gemeinsamen Grillieren teilzunehmen.

Markus Schwyn



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