Verabschiedung der austretenden Schülerinnen und Schüler der Real- und Sekundarschule Beringen
"Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt." Mit diesen Worten von Heinrich Heine hat Schulleiterin Ursi Steinmann die anwesenden Schulabgänger, aber auch die Eltern, Behördemitglieder, Lehrerschaft und weitere Gäste herzlich begrüsst. Sie betont, dass heute die Schulabgänger im Mittelpunkt stehen. Für sie ist heute ein grosser Tag: Die obligatorischen Schuljahre sind vorüber und ein neuer Abschnitt beginnt. Sie hofft, dass die Schülerinnen und Schüler sich nur an die guten Erlebnisse während der Schulzeit erinnern.
Etwas für den weiteren Lebensweg
Schulbehördemitglied Ralf Burmeister ist es vorbehalten, den Austretenden einige Worte mit auf den Weg zu geben. Zu Beginn betont er, dass er bei seinen Schulbesuchen stets höflich empfangen wurde, und dass allfällige Differenzen immer ausgeräumt werden konnten. Er begrüsst die Eltern, Schülerinnen und Schüler, aber auch die anwesenden Gäste. Er umreisst den Sinn der heutigen Feier und fasst ihn in 3 Punkte zusammen:
1. Gratulation
2. Feier des erfolgreichen Schulabschlusses
3. Dazwischen wird von ihm noch "gepredigt".
Er hat sich die Sache nicht einfach gemacht und seine Rede einige Male umgeschrieben. Er zitiert: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süssspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." Dieses Zitat ist nicht neu sondern eine Aussage von Sokrates vor rund 2'400 Jahren. Die Austretenden bekommen das Zitat als Abschiedsgeschenk. Weiter vergleicht er die Schule mit der Tour de France und kommt auf alle Etappen zu sprechen. "Königsetappe" = schwierigste Etappe ist das letzte Schuljahr. Er gratuliert allen, die das Ziel, den Schulabschluss, geschafft haben. Auch wenn einige wehmütig gestimmt sind, dürfen doch alle sich auf Neues freuen.
Arsen und alti Spitze
Zum Abschluss ihrer schulischen Karriere führten die Schülerinnen und Schüler den bekannten Klassiker von Joseph Kesselring aus dem Jahre 1940 auf. Sie haben unter der Regie von Thomas Hübscher eine grossartige Leistung erbracht. Wie im Original der US-amerikanischen Filmkomödie kam auch hier der schwarze Humor, angereichert mit makabrem Witz und Phantasie, zum Tragen. Obschon die Leichen im Keller und in der Fenstertruhe recht oft erwähnt wurden, blieb das Gruseln bei den Zuschauern aus. Am Schluss erhielten die Schauspielerinnen und Schauspieler den wohlverdienten Applaus.
Rosen zum Abschied
Schulpräsidentin Yvonne Gazdic blieb es vorbehalten, die austretenden Schülerinnen und Schüler zu entlassen. Mit herzlichen Wünschen für die Zukunft ermunterte sie alle, mit Freude und Elan in den neuen Lebensabschnitt zu treten. "Habt keine Angst vor der Zukunft sondern seid mutig und zuversichtlich." Sie sprach nochmals allen, von den Eltern über die Kindergärtnerinnen, Lehrkräfte bis zu Pedell Hampi Stamm und Team einen herzlichen Dank für die vielfältigen Einsätze aus. Sodann wurden von ihr alle 63 austretenden Schülerinnen und Schüler einzeln aufgerufen, mit Händedruck und einer Rose aus der Hand von Christina Bünzli, Schulbehördemitglied von Löhningen, verabschiedet. Auch wenn die Sommerferien im Vordergrund stehen, gab es einige Abschiedstränen.
Für die Lehrerschaft, Behördemitglieder und alle, die mit der Schule zu tun haben, folgte ein gemeinsames Mittagessen, verbunden mit der Verabschiedung einiger bewährter Lehrkräfte. Auch hier die gute Nachricht: Es konnten Namen von neuen Lehrkräften bekannt gegeben werden, auch von solchen, die bereits anwesend waren.
Markus Schwyn